Darf ich als Cannabispatient Autofahren?

Ja, aber…

Welche gesetzlichen Vorgaben bestehen und was du als Cannabispatient beachten musst bevor du dich hinter das Steuer setzt, erfährst du im folgenden Beitrag.

 

Darf ich als Cannabispatient Autofahren?

Ja, aber…

Welche gesetzlichen Vorgaben bestehen und was du als Cannabispatient beachten musst bevor du dich hinter das Steuer setzt, erfährst du im folgenden Beitrag.

Die Bundesregierung bescheinigt Cannabispatienten eine Teilnahme am Straßenverkehr, sofern die zu behandelnde Krankheit sowie der korrekte Medikamentengebrauch keine Einschränkungen der Fahrtauglichkeit hervorrufen. Allerdings bestehen keine klaren Richtlinien zur Beurteilung der Fahrtauglichkeit, so dass jeder Cannabispatient gezwungen ist, seine Fahrtüchtigkeit vor jeder Autofahrt selbst zu evaluieren. 

In den ersten Behandlungswochen sollte das Auto aber definitiv stehen gelassen und die Fahrtüchtigkeit in Absprache mit dem behandelnden Arzt bewertet  werden.

Rechtlich besteht keine Ausweispflicht für Cannabispatienten, dennoch ist es ratsam, immer einen Nachweis der Behandlung, sowie das aktuelle Rezept mit sich zu führen, um bei Verkehrskontrollen Irrtümern vorzubeugen. Dass man als Cannabispatient damit komplett aus dem Schneider ist, ist allerdings ein Irrtum. Im Nachgang der Kontrolle kann es trotzdem zu weiteren Überprüfungen kommen. Erlangt die Fahrerlaubnisbehörde Kenntnis davon, dass jemand Cannabispatient ist, wird von Amtes wegen ein Eignungsüberprüfungsverfahren eingeleitet. Wenn eine Dauerbehandlung mit Arzneimitteln vorliegt, die die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen können, muss die Fahrerlaubnisbehörde dem nachgehen und das individuell überprüfen und mindestens eine fachärztliche Begutachtung anordnen. Ist man in der Vergangenheit der Fahrerlaubnisbehörde schon im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln aufgefallen, muss man sogar mit einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) rechnen.

Mehr Infos findest du hier.