Wie kann man medizinisches Cannabis anwenden?

Welche Einnahmeform ist die richtige für Dich?

Im Zusammenhang mit medizinischem Cannabis sind vielen nur die getrockneten Cannabisblüten ein Begriff, doch die Bandbreite möglicher Applikationen ist wesentlich größer, wie der folgende Beitrag zeigt.

Wie kann man medizinisches Cannabis anwenden?

Welche Einnahmeform ist die richtige für Dich?

Im Zusammenhang mit medizinischem Cannabis sind vielen nur die getrockneten Cannabisblüten ein Begriff, doch die Bandbreite möglicher Applikationen ist wesentlich größer, wie der folgende Beitrag zeigt.

Je nach Anwendungssituation und Beschwerden kann eine andere Darreichungsform von medizinischem Cannabis ratsam bzw. vorteilhaft sein. Auch die Wirkdauer sowie der Zeitraum bis zum Wirkeintritt unterscheiden sich angesichts der verschiedenen Applikationen erheblich. Im Folgenden stellen wir dir die Darreichungsformen kurz vor: 

Cannabistinkturen und -öle:

Für Cannabisöl wird ein Trägeröl benötigt, z.B. Hanföl, Olivenöl oder MCT-Fette. Bei Tinkturen dagegen wird Cannabis mit hochprozentigem Alkohol extrahiert. Beide Produkte können alle oder nur bestimmte Inhaltsstoffe des Cannabis enthalten. Sie werden unter die Zunge geträufelt und so unmittelbar von der Schleimhaut aufgenommen. Mit einem Wirkeintritt ist daher schon innerhalb von 15 Minuten zu rechnen. 

Essbare Cannabisprodukte: 

Essbare Cannabisprodukte gibt es in vielen verschiedenen Formen. Sie können dabei einen sehr hohen Cannabinoidgehalt haben. Wirksam werden diese aber erst, wenn sie im Verdauungstrakt aufgespalten werden, erst dann beginnt die Wirksamkeit. Dieser Vorgang kann eine Stunde oder auch länger dauern. Es wird jedoch dadurch auch eine langfristige Freisetzung der Wirkung von bis zu 8 Stunden gewährleistet.

Cannabiskapseln:

Cannabiskapseln enthalten Cannabisöl. Sie ermöglichen die exakte Aufnahme einer bestimmten Wirkstoffdosis. Die Kapseln müssen geschluckt werden, so dass die Inhaltsstoffe, wie bei den essbaren Cannabisprodukten, erst im Verdauungstrakt abgebaut werden und ihre Wirkung beginnt.

Topische Cannabisprodukte:

Zu den  topischen Cannabisprodukten zählen Salben und Cremes, die auf der Haut angewendet werden. Sie eignen sich bei Symptomen wie Entzündungen, Juckreiz, Rötungen, Schmerzen, Akne oder Hautausschlägen. Die Wirkung von topischen Cannabisprodukten setzt innerhalb von 10 Minuten ein, ist aber lokal begrenzt, sodass der Wirkstoff nicht in den Blutkreislauf gelangt. 

Cannabisblüten:

Getrocknete Cannabisblüten sind die beliebteste Darreichungsform. In den Trichomen auf den Blüten befinden sich alle therapeutisch wichtigen Inhaltsstoffe, die Cannabis so besonders machen. Mediziner empfehlen die Cannabisblüten mittels eines Vaporizers zu verdampfen. Sie können aber auch geraucht oder weiterverarbeitet werden. Die Wirkung tritt bereits wenige Minuten nach der Inhalation ein und bleibt bis zu vier Stunden erhalten.  

Cannabiskonzentrat:

Während Cannabisblüten das unbearbeitete Material der Cannabispflanze darstellen, werden bei Konzentraten die Trichome von der Pflanze isoliert und mithilfe von Hitze, Druck und möglicherweise mithilfe eines Lösungsmittels konzentriert. Konzentrate haben eine deutlich stärkere Wirkung, da sie einen viel höheren Gehalt an Inhaltsstoffen aufweisen, so kann der THC-Gehalt auch bei 50-75% liegen.

Transdermale Cannabispflaster: 

Transdermale Cannabispflaster sind Pflaster, die nach und nach Cannabinoide und Co. durch die Haut an den Körper abgeben. Die dadurch erzielte Beförderung in den Blutkreislauf unterscheidet sie von den topischen Darreichungsformen. Dadurch wird eine gleichmäßige, lang anhaltende Abgabe der Inhaltsstoffe im Körper erzielt.